Ausrüstung

Hauptinstrument

Das Hauptinstrument der Sternwarte bildet ein apochromatisches Linsenfernrohr mit 180mm Öffnung und 1655mm Brennweite des amerikanischen Herstellers AstroPhysics. Das Instrument mit der Serienummer 114 wurde 1996 angeschafft und stand bis zu seinem Umzug 2010 in der Nürnberger Südstadt. Aufgrund des stark lichtverschmutzten Großstadthimmels zwischen Rangierbahnhof und Hafen wurde es praktisch nur tagsüber zur Sonnenbeobachtung eingesetzt. Um die Lichtfülle der Sonne auf ein für das Auge unschädliches Maß zu reduzieren, steht ein Objektivfilter von 175mm Durchmesser zur Verfügung.
Seit der Aufstellung in Gaukönigshofen unter einem noch akzeptablen Landhimmel können auch wieder nächtliche Beobachtungen durchgeführt werden. Parallel zu dem Hauptinstrument sind weitere Spezialinstrumente montiert, die es um zahlreiche Beobachtungsmöglichkeiten ergänzen.

Zusatzinstrumente

Ein Gerät der Marke TMB mit einem in Russland produzierten Objektiv von 115mm Durchmesser und 805mm Brennweite stellt das zweitwichtigste Instrument der Sternwarte dar. Mit seiner gegenüber dem Hauptinstrument nur rund halb so langen Brennweite bietet es am Himmel in viel größeres Gesichtsfeld als das große Teleskop, was vor allem bei der Beobachtung ausgedehnter Sternhaufen von Nutzen ist.

Für die Beobachtung der Sonne im Hα-Licht wird ein kleines Teleskop von William Optics mit 90mm Öffnung verwendet. Das zugehörige Filter von Coronado hat die gleiche Öffnung.

Ein weiterer kurzbrennweitiger Fluorit-Apo der Marke Vixen mit 80mm Durchmesser und 640mm Brennweite kann ein spezielles Filtersystem von Lunt Solar Systems aufnehmen und zeigt die Sonne dann im Licht der Calziumlinien.

Ein langbrennweitiges Leitfernrohr 90/1300mm führt das Hauptinstrument bei fotografischen Aufnahmen der Bewegung des Himmels Computer gesteuert nach (Autoguiding).